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Wikinger stellen die Griechen kalt

Wikinger stellen die Griechen kalt

Verantwortlicher Autor: Sven WieseHelsinki, Finnland, 14.02.2025, 08:23 Uhr

 

Świderski scheitert an Jónsson
Świderski scheitert an Jónsson  Bild: Sven Wiese

Helsinki, Finnland [ENA] Im Hinspiel der UEFA Conference League Play-Offs zwischen Víkingur Reykjavik und Panathinaikos Athen siegen die Isländer verdient mit 2:1. Das Spiel wurde in der Bolt Arena in Helsinki ausgetragen und die Griechen hatten nicht nur mit den Temperaturen ihre Probleme.

Das Spiel wurde nach Helsinki verlegt, weil weder das Stadion von Víkingur noch ein anderer Austragungsort in Island die Voraussetzungen für die Austragung eines Spiels in dieser Phase des Wettbewerbs erfüllen konnte. Bei Temperaturen von -6°C blieben sicherlich auch einige neutrale Zuschauer dem Spiel fern. Somit war es nur ca. 900 Besucher, von denen mehr aus Island als aus Griechenland der Begegnung beiwohnten. Auch den Spielern von Panathinaikos schien die Kälte zuzusetzen, denn sie kamen schwer in Gange. Viel Ballbesitz, viel Tiki-Taka, aber wenig Zwingendes.

Mann des Spiels, Torhüter Ingvar Jónsson
Mann des Spiels, Torhüter Ingvar Jónsson

Víkingur verteidigte clever und diszipliniert. Die Schüsse wurden meist geblockt und alle weiteren Möglichkeiten waren die Beute von Torhüter Jónsson. Die Isländer Haben den Ball des Öfteren die Bälle im Mittelfeld mit regelkonformen robusten Körpereinsatz erobert und leiteten teils gefährliche Kontersituationen ein. So auch in der 12. Minute mit einem langen Pass auf Djuric, der vor das Tor flankt und Atlason sich beim Kopfball aus sechs Metern gegen zwei Verteidiger zum 1:0 (12.) durchsetzt. Panathinaikos musste für zweimal verletzungsbedingt wechseln (22.), was das Spiel nicht einfacher für sie machte. So ging es in die Halbzeit.

Im zweiten Durchgang konnte man den Drang der Griechen erkennen, unbedingt den Ausgleich erzielen zu wollen, aber wiederum scheiterten sie vielfach am Abschluss oder dem Schlussmann aus Reykjavik. Doch statt zum 1:1 auszugleichen, erzielte Víkingur gegen den Spielverlauf ein zweites Tor. In der 58. Minute schoss Agnarsson, der Ball prallte an Fikais Fuß und an den Pfosten, den Abpraller nutzte Wilhelmsson eiskalt zum 2:0. Vom Enthusiasmus der griechischen Fans war nichts mehr zu hören.

Ein Highlight hatten die Griechen, denn in der 82. Minute traf ein traumhafter Schuss von Tete nur die Latte. Der Ball landete jedoch nicht im Netz, da er vertikal vor der Linie aufprallte und dann von Jónsson geblockt wurde. Letztlich gelang Panathinaikos in der Nachspielzeit noch ein Tor. In der 88. Minute sprach der Schiedsrichter Trifylli den Kleeblättern einen Elfmeter zu und wurde vom Videoschiedsrichter zu einer lange dauernden Überprüfung auf dem Spielfeld aufgefordert. Dort sah er, wie Andrason Maksimovic regelwidrig gedeckt hatte, woraufhin er sich für einen Elfmeter entschied, den Ioannidis gekonnt zum 2:1 ausführte 90.+1). Trotz Gesamtspielzeit von 97. Minuten, war die Niederlage nicht mehr abzuwenden.

Das Rückspiel am 20. Februar wird für Panathinaikos sicherlich eine schwierige Aufgabe, wenn die Wikinger wieder in der Lage sind, das Spiel diszipliniert zu verteidigen und Nadelstiche zu setzen. Jedoch wird den Kleeblättern das voraussichtlich mildere Wetter Athens in die Karten spielen